Man merkt bei Instinct, dass der Designer selbst ein sehr ambitionierter und guter Trail Runner ist. Das gilt auch für die Instinct Eklipse Trail Vest.

Dieser Laufrucksack wiegt bei 12 Liter Volumen nur 280 g! Trotzdem sind die Stoffe hochwertig und die Verarbeitung sehr gut. Außerdem bietet der Eklipse eine große Menge an Fächern. Für mich persönlich war das beim Test fast schon zu viel. Aber ich bin mir sicher, dass man sich beim dauerhaften Einsatz schnell merken wird, welche Sachen in welcher Tasche stecken.

Diese Dinge waren beim Test im Rucksack:

Der Eklipse sitzt schön hoch und verfügt über eine minimale Kontaktfläche mit dem Körper, bei gleichzeitig maximalem Volumen. Außerdem hat man bei dem schlanken Design eine schöne Bewegungsfreiheit für die Arme. Das würde nur eingeschränkt, wenn man die seitliche Stockbefestigung nutzen würde. Doch dazu später noch mehr.

Die Taschen für die Flasks sitzen sehr hoch. Daduch kann man problemlos aus den Flasks trinken, ohne diese aus den Taschen nehmen zu müssen. Es sollten alle gängigen Flask bis zu 600 ml passen - ich habe den etwas breiteren Montane Flask getestet und auch den längeren und schmalen Salomon Flask. Bei beiden hat das prima funktioniert. Man muss nur bedenken, dass hoch sitzende Flaschentaschen bedeuten, dass die Flasks ein wenig im Gesichtsfeld sind. Mich persönlich hat das aber nicht gestört.

Ich war sehr positiv von den seitlichen, elastischen Kordeln überrascht. Meine Befürchtung war, dass diese etwas einschneiden und unbequem sein könnten. Beim meinen Testläufen war das jedoch nicht der Fall. Durch die elastischen Kordeln an den Seiten ist es kein Problem, dass die Brustgurte keinen Stretch haben. Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass bei meinem Brustumfang und der Maximalbepackung an den Brustgurten Reibungsstellen entstehen könnten. Mein Brustumfang ist ca. 102 cm. Dafür ging der Eklipse noch. Weniger volll gepackt würde die Laufweste weniger spannen, aber man möchte ja ein Produkt, dass auch bei maximaler Bepackung noch bequem sitzt. Wer also mehr Brustumfang mitbringt, sollte den Eklipse nicht wählen.

Statt einer Trinkblase habe ich eine Platypus Flasche mit zusätzlichem Wasser in das separate Trinkblasenfach (zum Rücken hin) gepackt. So voll wie der Rucksack war, habe ich erwartet, dass die Flasche unbequem in den Rücken drückt. Da das Mesh des Rückensystems sehr weich ist und ich zum Rücken hin die Textilien hatte, ist das Problem jedoch nicht aufgetreten.

Ich möchte an dieser Stelle nicht auf jede einzelne Tasche/Fach eingehen. Mehr dazu siehe bei der Produktbeschreibung im Shop. Insgesamt ist die Anordnung der Fächer und deren Größe sehr gut gelungen. Eine besondere Erwähnugn verdient aber sicher, das innovative Netzfach oben auf dem Rücken.

Ich bin nicht sehr gelenkig. Aber es ist tatsächlich so, dass man gut an dieses Fach kommt, wenn man den Rucksack trägt. Interessant ist diese Fach für Trail Runner, die eine Regenjacke haben, die man über den Rucksack anzieht. Ansonsten kann das Fach aber auch für andere Dinge genutzt werden, die man während des Laufens erreichbar haben möchte, ohne den Eklipse abzunehmen. Nur Vorsicht bei kleinen Gegenständen! Das Fach kann zwar durch eine Kordel im Volumen reguliert werden, bleibt aber immer ein wenig offen. Das könnte beim Absetzen des Rucksacks dazu führen, dass etwas unbemerkt herausfällt.

Ein kleiner Kritikpunkt sind aus meiner Sicht die Stockhalterung vorne (horizontal bei den Flaschentaschen) und vorne seitlich. Befestigt man die Stöcke bei den Flaschentaschen, "springen" die Stöcke auf und ab. Befestigt man die Stöcke seitlich, stören sie in der Laufbewegung. ABER es gibt noch die Stockhalterung hinten und die funktioniert gut. Wobei ich hier noch die mittlere Kordel zu zusätzlichen Fixierung genutzt habe, weil mir sonst die Stöcke aufgrund der vollen Bepackung etwas in den Rücken gedrückt hätten.

Fazit: Der Instict Eklipse ist ein sehr gelungener Laufrucksack mit einigen spannenden, innovativen Details. Top für Läufer mit bis zu ca. 100 cm Brustumfang, die gerne einmal einer Marke eine Chance geben wollen, die vielleicht noch nicht so bekannt ist.